Künstler

Drumaturgia

Fusion Jazz verschmilzt mit Klassik, Breakbeat, Latin, fernöstlichen Klängen und Polyrhythmik. Japanische Trommelkunst entzündet sich mit Mozart und Paganini zu einem modernen Feuerwerk. Jedes Konzert der Gruppe gleicht einer Uraufführung, an dessen Ende eine einzigartige Musik entstanden ist, die im  Zusammenspiel spontan erfunden wurde.

Ihre hohe musikalische Kommunikationsfreude ermöglicht es den Künstlern, das Publikum jedes Mal erneut auf eine virtuose und unbekannte Reise durch alle Facetten der Musikgeschichte mitzunehmen: ohne Kitsch, ohne klanglichen Zierrat, mit dem nötigen Gefühl und Respekt für das Detail.

Weitab des Mainstreams und von Modeerscheinungen verwischen die Musiker die Grenzen der Sinne:  Optische und akustische Faszination gehen nahtlos ineinander über. Dazu mischt sich der tranceartige Rhythmus der japanischen Trommeln – Drumaturgia & friends gehen noch bislang völlig unbetretene musikalische Wege.

Carl Amadeus Hiller

Seit seinem vierten Lebensjahr spielt er Geige, seit dem Zehnten Schlagzeug. Inspiriert durch seine Eltern begeisterte er sich schon früh für klassische Musik und die Bühne. Carl Amadeus studierte klassisches Schlagwerk am Richard-Strauss-Konservatorium München und Drumset an der Drummers Focus. Seit 2009 widmet er sich dem Taiko und produziert Drumshows. Amadeus ist Mastermind von Drumaturgia und "Einshoch6". Als Kameramann dreht er außerdem Musikfilme im Bereich Pop, Weltmusik, Jazz und Klassik.

Thomas Sporrer

Thomas Sporrer entdeckte mit 9 Jahren das Schlagzeug für sich. Sein Studium im klassischen Schlagwerk bei Stefan Blum, Jörg Hannabach und Guido Rückel an der Hochschule für Musik Augsburg-Nürnberg schloss er 2009 mit Auszeichnung ab. Bei Jost Nickel und Roland Peil erweiterte er seinen musikalischen Horizont. Er tourt mit verschiedensten Bands und Orchestern quer durch Deutschland und Europa.

Takuya Taniguchi

Takuya Taniguchi, geboren in Fukui/Japan, lebt seit 2011 in München. Den Pfad seines Meisters Eitetsu Hayashi fortsetzend, dem berühmtesten Solo-Trommler Japans (Mitbegründer von KODO und ONDEKOZA, der als Einziger Solokonzerte in der Carnegie Hall und der Berliner Philarmonie gab), schlägt Takuya Taniguchi in seiner Kunst Brücken zwischen der Tradition vom Taiko, den japanischen Trommeln und den verschiedenen Kulturen in der Welt.

Seit seinem dritten Lebensjahr Taiko. Mit 16 Jahren gründet er die Taikogruppe Tenryu-Daiko. Im Juli 2002 gewinnt Taniguchi den Sonderpreis des „Viennese World Youth Music Festival“ in Wien. 2003 wird Taniguchi in das Ensemble seines Meister Eitetsu Hayashi ‚FUUN-NO-KAII‘ aufgenommen. Engagements beim International Taiko Festival Ecstasia, beim Count Down Concert in der Osaka Festival Hall, beim Tokyo Summer Music Festival 2004 sowie beim Shimanami Music Festival folgen. 2005 beginnt seine Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Walter Lang in der Kaze No Mori Hall in Fukui/Japan. 2006 gastiert er mit Ku-Kai-Sen-Kio im Nationaltheater in Tokio. Seit 2009 verstärkt sich sein Austausch mit Musikern aus anderen Kulturen.

2010 veröffentlicht Taniguchi mit Walter Lang die CD „Friendship“, er gibt mit ihm zahlreiche Konzerte in Deutschland und Japan, unter anderem in der Civic Hall in Tokyo. Unter der Leitung des Regisseurs Masaru Sekine tritt er in „Macbeth“ zusammen Nou- und Kyogen-Schauspielern und Jean-Baptiste Monnot (Kirchenorgel) beim National Art Festival in Tokyo auf. Außerdem unterrichtet er buddhistische Mönche im Taikospiel.

2011 wird Takuya Taniguchi festes Mitglied der deutschen Trommelgruppe „Drumaturgia“ und absolviert eine Reihe von Konzerten quer durch Deutschland. Mit dem „World Percussion Ensemble“ und Walter Lang ist er in zahlreichen Städten Europas und in Japan auf Tour. Die Produktion „Ophelias Schattentheater“ des deutschen Komponisten Wilfried Hiller bringt ihn mit dem Henschel-Quartett und dem Münchner Rundfunkorchester zusammen. Mit seinem Meister Eitetsu Hayashi steht Taniguchi im Winter 2011/2012 mehrfach in Tokyo auf der Bühne.