Künstler

Karol Michalski

Karol Michalski wurde 1966 in Polen geboren und lebt – seit vielen Jahren eingebürgert – in Deutschland. Studiert hat er zunächst Philosophie, Theologie (Magister Lic. Theol.) sowie neuere deutsche Literaturwissenschaft. Es folgte eine pädagogische Ausbildung mit dem Studium der interkulturellen Erziehungswissenschaft und Psychologie (Magister Artium). Der Schwerpunkt lag bald auf Kreativität und Kunst, auf der intensiven Auseinandersetzung mit Farben und Formen und deren Wirkung auf den Menschen. Der Maler hat in Deutschland und der Schweiz ausgestellt.

 

Kunst

„Im Meer. Ich tauche auf, mein Blick gleitet zum Horizont, an dem sich Wasser und Himmel treffen. Jedes Mal sehe ich neue Formen und Farben: eine spiegelglatte Oberfläche oder aufgewühlte Gischt, einen wolkenlosen oder dramatisch verhangenen Himmel. Blaue, grüne, violett bis rote Töne, auch Grau und Weiß. Die Eindrücke nehme ich nachhause, werfe sie auf die Leinwand: spontan, expressiv, mit Acrylfarbe und Spachtel. Natur wird Bild – nicht im Detail, sondern im emotionalen Ausdruck!“

Karol Michalski

 

Natur

Karol Michalski, der in den Masuren, einer unberührten Landschaft Polens, aufwuchs, sucht die Natur. Sie inspiriert ihn. Mit ihr fühlt er sich spirituell verbunden. Am Meer, aber auch in Bergen und Gärten findet der Maler seine Motive, die er in verschiedenen Jahreszeiten und Stimmungen im Bild festhält.

Während der originale Ton in der Musik vergeht, als solcher nicht festzuhalten ist, bleibt das Bild. Der Betrachter kann zu ihm zurückkehren und es immer wieder neu erleben. Die darin verarbeitete Emotion bleibt, ist wieder erfahrbar, stimmt fröhlich oder auch melancholisch. Der Maler Michalski übersetzt Emotionen in Farbe und Form. Der Betrachter kann ihnen nachspüren, sich in flirrender Sommerluft oder beißender Winterkälte wiederfinden, Landschaften in Italien und anderswo erleben.

 

Dynamisch

Oft geben Bildpaare zwei Variationen oder auch zwei Ausschnitte eines Motives wieder. Serien in kleinem Format können sogar zigmal den Bildgegenstand ergründen und immer wieder anders abbilden. Kleinformate entstehen meist auf Papier als Aquarell oder Gouache. Auch hier ist die Malweise impulsiv, rasant, dynamisch.

Den Pinsel benutzt Karol Michalski nur mehr selten, denn er verführt zur Kontrolle, zum Verbessern, zum Korrigieren. Sein Werkzeug ist der Spachtel in unterschiedlichen Größen. Was unter dem Spachtel mit der Farbe passiert, wie sich verschiedene Töne mischen und je nach Druck seitlich hervorquellen, bleibt dem Zufall überlassen. Ist ein bestimmter Farbton gewollt, wird er zuerst auf der Palette gemischt und dann mit dem Spachtel aufgetragen. Die Entscheidung fällt beim Malen – spontan und aus dem Gedächtnis. Sie folgt keiner Vorzeichnung. Fotos dienen gelegentlich als Gedächtnisstütze, nicht als Vorlage.

 

Emotion

Nicht das kontrollierte Erfassen und detailgenaue Abbilden von Wirklichkeit interessiert den Künstler, sondern das emotionale Reflektieren von Wirklichkeit. So kann etwa eine Pfingstrose in ihrem unergründlichen Rot und anziehendem Duft zu einem unmittelbaren Festhalten im Bild drängen, ja geradezu nötigen. Der Maler, der auch studierter Theologe ist, folgt diesem Impuls. Für ihn offenbart die überwältigende Schönheit der Blüte das Wunder der Schöpfung. Auf der Leinwand verleiht er ihr Ausdruck – in einem explosiven Farbrausch.

Die Bilder von Karol Michalski bleiben meist im Ungefähren. Selten kann der Betrachter das Dargestellte lokalisieren wie etwa im Bild „Viktualienmarkt“ von 2013. Im Vordergrund steht das bunte Markttreiben. Dahinter ragen die signifikanten Türme Münchens auf, zeichenhaft, nicht im Sinne einer Stadtvedute. Das vibrierende Leben an den Marktständen ist ebenso spürbar wie die Farbenpracht und Frische von Gemüse, Obst und Blumen.

Der Maler, der sich während seiner Studienzeit in der Großstadt, wie eingemauert fühlte, findet seine Kraft in der Natur wie einst als Junge in der weiten Landschaft der Masuren. Diese tiefe emotionale und spirituelle Beziehung spiegelt sich in seinen Bildern.

 

www.michalski-galerie.de