379 Vladislav Cojocaru, auch Vlad oder Vladic genannt, wurde 1983 in Cimislia, Moldawien geboren. Er studierte Akkordeon und Klavier an der Akademie für Musik und Theater in Chishinau. Während seiner musikalischen Laufbahn hat Vlad viele Preise und Auszeichnungen gewonnen. Unter anderem gewann er die Akkordeon-Wettbewerbe „Eugen Coca“ und „Barbu Lautaru“ in Chisinau und den „Jocurile delfice“ in Breanks, Russland.
Vladic spielt derzeit in verschiedenen Ensembles, in den Richtungen Jazz, moderne bayrische und auch osteuropäische Musik. 373 Vom britischen Telegraph als eine „echte Entdeckung“ mit „entzückend, makelloser Lyrik“ gefeiert, gilt der deutsche Geiger Tobias Feldmann als eine der interessantesten musikalischen Persönlichkeiten seiner Generation. Seine facettenreichen Auftritte zeichnen sich durch stilistische Vielseitigkeit, starke Bühnenpräsenz und emotionale Tiefe aus. Neben seinem Debüt bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall mit BBC Philharmonic im Jahre 2024 gehören für den Preisträger des Internationalen Königin ElisabethWettbewerbs, des Deutschen Musikwettbewerbs und des Internationalen Joseph-JoachimViolinwettbewerbs Auftritte mit weiteren international renommierten Klangkörpern wie dem Minnesota Orchestra, Konzerthausorchester Berlin, WDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie Hannover, Orquestra Simfònica de Barcelona, BBC Scottish Symphony, BBC National Orchestra of Wales, Bournemouth Symphony, Helsinki Philharmonic, Residentie Orkest, Concertgebouw Chamber Orchestra, Ensemble Resonanz, Moscow State Symphony, Brussels Philharmonic, Utah Symphony und dem Orchestre Symphonique de Québec zu seinen Konzerthighlights. Zusammengearbeitet hat er dabei unter anderem mit Nathalie Stutzmann, David Afkham, Thomas Guggeis, John Storgårds, Nicholas Collon, Lorenzo Viotti, Reinhard Goebel, Fabien Gabel, Joana Mallwitz und Marin Alsop. Als leidenschaftlicher Kammermusiker trat er u.a. im Wiener Konzerthaus, im Concertgebouw Amsterdam, bei der Schubertiade Schwarzenberg, beim Vinterfest, im Louisiana Museum of Modern Art, bei den Rheingau und Lockenhaus Festivals auf. Zu seinen musikalischen Partnern zählten dabei Martin Helmchen, Timothy Ridout, Kian Soltani, Christian Tetzlaff, Nicolas Altstaedt, Jean- Guihen Queyras und Tabea Zimmermann. Mit der Bratschistin Lise Berthaud und dem Cellisten Julian Steckel spielt er außerdem in einem festen Streichtrio. Seine Diskografie umfasst Aufnahmen für GENUIN und Alpha Classics, darunter eine Veröffentlichung mit Violinkonzerten von Sibelius und Rautavaara, aufgenommen mit dem Orchestre Philharmonique Royale de Liège unter der Leitung von Jean-Jacques Kantorow. Zuletzt erschien eine CD mit einem Violinkonzert von W.A. Mozart in Zusammenarbeit mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und Reinhard Goebel. Im Alter von nur 26 Jahren wurde Tobias Feldmann als Professor an die Hochschule für Musik Würzburg berufen und war damit einer der jüngsten Professoren in der Geschichte Deutschlands. Auf Einladung der Berliner Philharmoniker war er aushilfsweise als 1. Konzertmeister tätig und ist seit Oktober 2022 Professor an der renommierten Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, Deutschland. Er spielt auf einer Violine von Nicolo Gagliano, Neapel 1769. 371 Mit seiner «technischen Brillanz» (Concerti) und «beseelten Expressivität» (Klassik Heute) hat sich Jeremias Fliedl als einer der gefragtesten Cellisten Österreichs etabliert. Er trat u.a. bei den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche, der Schubertiade Hohenems und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auf und konzertierte als Solist mit den Brüsseler Philharmonikern, dem Orchestra Sinfonica di Milano, den Bremer Philharmonikern, dem Thessaloniki State Symphony Orchestra und dem Danish Chamber Orchestra – mit Dirigenten wie Stéphane Denève, Ádám Fischer und Thomas Sanderling. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Veronika Eberle, Karen Gomyo, Daniel Müller-Schott, Julian Rachlin, Timothy Ridout und Benjamin Schmid. Jeremias Fliedl war der letzte Student von Heinrich Schiff und wurde in weiterer Folge von Clemens Hagen und Julian Steckel ausgebildet. Als erster österreichischer Cellist wurde er als Preisträger beim Queen Elisabeth Wettbewerb ausgezeichnet. Seit 2022 spielt er ein Violoncello von Antonio Stradivari (»ex Gendron, Lord Speyer«, 1693), das ihm privat zur Verfügung gestellt wird. 378 Andreas Martin Hofmeir, einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen den Genres: Der Tubist ist Professor an der Universität Mozarteum Salzburg, war Gründungsmitglied der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda, ist als Dirigent tätig und erhielt sowohl als Kabarettist wie auch als Musiker zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Bayerischen Staatspreis für Musik 2020 für sein unvergleichlich facettenreiches künstlerisches Schaffen.
Der gebürtige Münchner fand über Klavier, Schlagzeug und Tenorhorn mit zwölf Jahren zur Tuba, studierte später bei Dietrich Unkrodt (Berlin), Michael Lind (Stockholm) und Jens Björn-Larsen (Hannover). Er gewann den internationalen Tubawettbewerb „Città di Porcia“ in Pordenone (Italien), den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin und den ECHO Klassik als “Instrumentalist des Jahres 2013”, letztere jeweils als erster Tubist in der Geschichte der Wettbewerbe.
Hofmeir war Stipendiat der Orchesterakademien der Berliner und der Münchner Philharmoniker und spielte u.a. mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Solist konzertierte Hofmeir u.a. mit den Münchner und den Bremer Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und der NDR Radiophilharmonie. Er ist weltweit als Dozent für Meisterkurse und Workshops gefragt.
Als Dirigent arbeitete er unter anderem mit dem Jugendmusikcamp der Bläserjugend Baden-Württemberg, mit dem BASF-Auswahlorchester, mit der Audi Bläserphilharmonie und mit der Internationalen Sommerakademie des MON. Seit Oktober 2022 ist er künstlerischer Leiter der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg, seit 2024 Dirigent der Sinfonietta Essenbach.
Als Pionier seines Instrumentes betritt Hofmeir immer wieder kammermusikalisches Neuland: Mit dem Harfenisten Andreas Mildner bildet er das duo tuba & harfe, mit dem österreichischen Geigenvirtuosen Benjamin Schmid die Schmid Hofmeir HochTief GmbH, mit Barbara Schmelz das Duo Tuba & Orgel und das Duo Tuba & Klavier. Mit diesen Formationen war er unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, beim Kissinger Sommer, beim Kronberg Festival, beim Musiksommer Bad Schallerbach, in der Berliner und in der Kölner Philharmonie, im Musikverein Wien sowie auf Schloss Elmau zu hören.
Daneben steht Hofmeir seit mehr als zwanzig Jahren auch als Kabarettist auf der Bühne, u.a. als Schauspieler und Texter des Musikkabaretts Star Fours und des Wortkabarett-Ensembles “Die Qualkommission”, mit denen er zahlreiche Preise gewann. Gemeinsam mit Roman Deininger schrieb und inszenierte er den Kabarettabend „Der Ball ist wund“ am Landestheater Linz. Aktuell tourt er mit seiner musikalisch-kabarettistischen Lesung „Kein Aufwand!“. Das Programm erschien im Jahr 2016 als Buch und Hörbuch. 2019 wurde er als Mitglied der Münchner Turmschreiber e.V. berufen. 2024 erschien zum Jahr der Tuba sein Gedichtband “Hundsgemeine Instrumentenkunde”. Hofmeir schreibt regelmäßig humoristische Kolumnen für verschiedene Tageszeitungen.
Als Moderator seiner eigenen Kleinkunstshow “Wer dablost’s?”, in der Künstler verschiedener Genres auftreten und ihr Glück auf der übelriechenden Tuba-Antiquität Rosalinde versuchen, hatte er bereits Hochkaräter wie Olaf Schubert, Konstantin Wecker, Michael Altinger und Gregor Gysi zu Gast.
Mit der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda, in der er bis 2013 als Helikon-Spieler mitwirkte, war Hofmeir „Sieger der Herzen“ beim Eurovision Song Contest und stürmte mit „Europa“ (Sony) die Top 10 der deutschen Charts. Auch als Jazzmusiker beschreitet der Tubist neue Wege. Er hat mit vier der besten Tubisten Europas das Ensemble European Tuba Power gegründet und spielt als Lead-Instrumentalist mit seiner eigenen Jazzband.
Eine Spezialität des Künstlers sind Crossoverprogamme, in denen er Klassik, Jazz und Kabarett verbindet. Nach umjubelten Aufführungen des kabarettistischen Theaterkonzerts „Lackschuh oder Barfuß“ mit den Münchner Philharmonikern konzipierte Hofmeir den Crossoverabend “All About That Bass”, bei dem er nicht nur als Solist, sondern auch als Moderator, Schauspieler, Kabarettist und Jazzmusiker auf der Bühne steht, und der u.a. im Konzerthaus Berlin und im Münchner Gasteig zur Aufführung kam. Weiter schrieb er eine konzertante Version der „Fledermaus“, in der er sowohl als Conferencier als auch als Frosch fungiert und die bereits bei den Opernfestspielen in Heidenheim, bei der BASF Ludwigshafen und in der Kölner Philharmonie aufgeführt wurde.
Hofmeirs musikalische Aktivitäten sind auf zahlreichen CDs dokumentiert: Bei Genuin veröffentlichte er „Uraufnahmen“ mit ausschließlich Welt-Ersteinspielungen u.a. der Tubakonzerte von Duda, Näther und Roikjer (ECHO Klassik 2013), die beiden CDs „Why not?“ und “Besser ohne Worte” mit dem duo tuba & harfe sowie mit der Sächsischen Bläserphilharmonie unter der Leitung von Thomas Clamor die Tubakonzerte von Martin Ellerby und Ralph Vaughan Williams. Bei Sony Classical erschien seine Solo-CD „on the way“ mit den Münchner Philharmonikern unter Andrew Manze, bei ACT “Stradihumpa”, die Debüt-CD der HochTief GmbH. Sein künstlerisches Schaffen wurde in mehreren TV-Porträts festgehalten.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Hofmeir als Botschafter der Stiftung Bildung und des Vereins Singende Krankenhäuser. Im Frühjahr 2023 rief er zusammen mit Barbara Schmelz und gut einem Dutzend kulturbegeisterter Mitstreiter aus der Nachbarschaft den Kulturverein Assing 7 e.V. ins Leben. Jährlich werden bis zu fünf hochkarätig besetzte Benefizkonzerte in der Hofmeir’schen Hochtenne veranstaltet, die musikalische Hochkultur direkt zu den Leuten aufs Land bringen. Mit den gesammelten Spenden unterstützt der Verein Kinderprojekte in Kenia, Syrien und dem Libanon. 374 Simon Luethy gilt als einer der vielseitigsten Vertreter seiner Generation. Als mehrfacher
Gewinner nationaler und internationaler Wettbewerbe, konzertiert er regelmäßig in ganz
Europa sowie in den USA. 2025 wurde ihm der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg
verliehen – eine Auszeichnung, die seine kontinuierliche künstlerische Entwicklung und
Präsenz im Konzertleben unterstreicht. Kritiker bescheinigen ihm eine „musikalische Reife
und Souveränität, die mitreißt und absolut begeistert“, sowie „gefühlvoll und elegant
phrasiert, zum Träumen schön gestaltet“. Der Dirigent Paweł Przytocki hebt insbesondere
seine natürliche Musikalität, tiefe Einsicht und brillante Violintechnik hervor. Zu den wichtigsten Stationen der letzten Jahre zählen sein Debüt in der Carnegie Hall in
New York sowie Auftritte im Herkulessaal der Münchner Residenz, im Gasteig München, in
der Berliner Philharmonie und in der National Concert Hall in Dublin. Bereits früh machte
Simon Luethy international auf sich aufmerksam: Den Grand Prix und den Publikumspreis
erspielte er sich beim internationalen Wettbewerb „Young Paganini“, weitere Preise gewann
er u. a. bei den internationalen Violinwettbewerben „Andrea Postacchini“, „Music Islands“ und
„New York Artists Association“. 2021 erschien seine Debüt-CD „Impressions“ beim Label
GENUIN in Zusammenarbeit mit der Pianistin Alexandra Troussova. Als Solist konzertiert Simon Luethy mit Orchestern wie der Südwestdeutschen Philharmonie,
dem State Symphony Orchestra St. Petersburg, der Filharmonia Sudecka, dem Geringas
Chamber Orchestra, dem Augsburger Kammerorchester und der Münchner
Kammerphilharmonie Dacapo. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Eckart Manke, Georgios
Balatsinos, Paweł Przytocki, Bernd-Georg Mettke, David Geringas, Zakhar Bron, Franz
Schottky und Peter Bauer zuammen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet für ihn die Kammermusik. Einladungen zu
international renommierten Festivals verbindet ihn regelmäßig mit Künstlerpersönlichkeiten
wie Enrico Pace, Benedict Klöckner, Razvan Popovici, Kristóf Baráti, Kirill Troussov, István
Várdai, Alexandra Troussova, Christoph Poppen, Marcelo Amaral und dem Apollon
Musagète Quartett. Seine kammermusikalischen Aktivitäten werden von Mentoren wie dem
Quatuor Ébène, Dirk Mommertz (Fauré Quartett) und Silke Avenhaus begleitet. Seine künstlerische Handschrift prägt Simon Luethy nicht nur auf der Bühne, sondern auch
als Veranstalter: 2024 gründete er die Konzertreihe „Elysium Concerts“, die im Schloss
Nymphenburg in München stattfindet. Hier verfolgt er eine doppelte Mission: Einerseits
bietet er herausragenden Nachwuchsmusiker:innen eine profilierte Bühne, andererseits
sucht er den unmittelbaren Dialog mit dem Publikum in einzigartiger Atmosphäre. Jedes
Konzert wird in außergewöhnlichen, dramaturgisch spannungsvoll konzipierten Formaten
präsentiert. Moderationen und Pre-Concert-Talks öffnen Raum für Fragen und Austausch –
es entsteht ein Forum, in dem musikalische Exzellenz, Nachwuchsförderung und
publikumsnahe Vermittlung selbstverständlich ineinandergreifen. Seit 2018 gibt Simon Luethy seine Erfahrung als Violinpädagoge weiter. Seine Schüler:innen
wurden mehrfach bei nationalen wie internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Unter
seiner Betreuung erlangten einige Studenten mehrere erste Preise bei nationalen, sowie
internationalen Wettbewerben. Seine musikalische Entwicklung begann mit dem Unterricht bei Margret Niklas und Jorge
Sutil. 2012 setzte er seine Ausbildung bei Kirill Troussov fort und war vier Jahre Jungstudent
bei Zakhar Bron. An der Hochschule für Musik und Theater München schloss Simon Luethy
seine Studien bei Christoph Poppen und Lena Neudauer ab. Wichtige künstlerische Impulse
erhielt er zudem von Veronika Eberle und Erik Schumann. 2025 vertieft er seine Arbeit im
Rahmen von Projekten der Kronberg Academy. Seit 2017 spielt Simon Luethy auf einer Violine von Nicola Gagliano (Neapel, 1765), die ihm
als private Leihgabe zur Verfügung steht. 376 Neue musikalische Richtungen mit fantasievollen Namen prägen derzeit die Musikszene, Fusion und Crossover expandieren stetig. Doch das klassisch ausgebildete Janoska Ensemble sprengt mit seiner vielstimmigen Musiksprache alle Grenzen. Ihr Debütalbum „JANOSKA STYLE“ (Deutsche Grammophon 2016), das innerhalb weniger Monate Goldstatus erreichte, wurde bereits 2019 mit Gold ausgezeichnet. Auch das Album „REVOLUTION“ erreichte Goldstatus. 2022 erschien das dritte Album „THE BIG B’s“. Das vierte Album „THE FOUR SEASONS“ (Deutsche Grammophon) ist in Vorbereitung (Veröffentlichung Oktober 2024). Die besondere Qualität der Janoska-Arrangements in wenigen Worten zu beschreiben, ist keine leichte Aufgabe: Sie sind parallele Ausflüge in die Klassik und in ferne Gefilde des musikalischen Repertoires, in denen die Musiker ihrer spontanen Kreativität freien Lauf lassen und erstklassige, innovative und mitreißende Musik erschaffen, die lebt und atmet. Diese unvergleichlich publikumsfreundlichen Transformationen sind das Werk dreier Brüder aus Bratislava – Ondrej und Roman Janoska an der Violine und František Janoska am Klavier – zusammen mit ihrem in Konstanz geborenen Schwager Julius Darvas am Kontrabass. 370 Erik Maier wurde am 20. August 2006 in München als Kind einer Musikerfamilie geboren. Bereits im frühen Kindesalter zeigte sich seine musikalische Begabung.Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Geigenunterricht bei Kirill Troussov.
Er ist mehrfacher Preisträger bedeutender nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der 1. Preis bei der Hamburg International Music Competition, ein Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb Kloster Schöntal, der Sonderpreis der Münchner Konzertgesellschaft, mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sowie der Preis der Deutschen Stiftung Musikleben, verbunden mit der zweijährigen Leihgabe einer Violine von Stefano Scarampella. Erik wird als Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands und der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen, unter anderem an der Sommerakademie des Mozarteums, bei Valery Sokolov und an der Kronberg Academy. Sein Debüt als Solist gab er im Künstlerhaus München mit der Kammerphilharmonie dacapo sowie in der Laeiszhalle Hamburg.
Zu seinen solistischen Auftritten zählen außerdem Aufführungen des Violinkonzerts von Tschaikowski mit der Jungen Sinfonie Reutlingen in Italien und Reutlingen. Im Wintersemester 2022 wurde er als Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater München in die Klasse von Prof. Christoph Poppen und Pinchas Adt aufgenommen. Seit dem Wintersemester 2024 studiert er dort bei Prof. Julia Fischer.
Die Hochschule für Musik und Theater München stellt ihm derzeit eine Violine von Niccolò Gagliano zur Verfügung. 372 Die amerikanisch-iranische Bratschistin Muriel Razavi gehört zu den vielversprechendsten Musikerinnen ihrer Generation und konzertiert weltweit in unterschiedlichen Formationen und Genres der klassischen Musik. Sie ist Professorin für Viola an der Universität Mozarteum in Salzburg und an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Razavi ist Gründerin und künstlerische Leiterin des Leipziger Soundseed Festivals, das sich programmatisch auf Werke zeitgenössischer Komponistinnen der MENA-Region (Middle East & North Africa) konzentriert und stark interdisziplinär ausgelegt ist. Zuvor hielt sie die Stelle der Stellv. Solo-Bratschistin des MDR Sinfonieorchesters Leipzig inne. Muriel Razavi promoviert an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der künstlerischen Betreuung von Daniel Barenboim, wo sie zum Re-Orientalismus bei zeitgenössischer Musik iranischer Komponistinnen der „Iranian Female Composers Association“ forscht. Für ihre künstlerisch-wissenschaftliche Forschung wurde Muriel Razavi mit dem Theodor Körner Preis (2024) des gleichnamigen Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst in Österreich ausgezeichnet. Die Gewinnerin des internationalen „Washington String Competition“ (Washington D.C., 2018), sowie Preisträgerin der internationalen Wettbewerbe „Michael Spisak“ (Katowice, 2017) und „Città di Cremona“ des 43. internationalen Viola Kongresses (Cremona, 2016) konzertiert u.a. bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Festival, dem Mecklenburg-Vorpommern Festival oder dem Rheingau Musikfestival. Als Solistin und Kammermusikerin, sowie als langjähriges Mitglied des West- Eastern Divan Orchesters unter der Leitung von Daniel Barenboim spielt Muriel Razavi über 60 Konzerte im Jahr und vergibt regelmäßig Auftragswerke. Als Mitglied des Solisten-Ensembles „Mutter´s Virtuosi“ unter der musikalischen Leitung der Geigerin Anne-Sophie Mutter konzertierte sie bereits europaweit und ist Stipendiatin ihrer gleichnamigen Stiftung. Muriel Razavi studierte bei namhaften Lehrenden wie Prof. Tabea Zimmermann, Prof. Nils Mönkemeyer und Prof. Tatjana Masurenko. Als Barockbratschistin vertiefte sie ihre Kenntnisse der historischen Aufführungspraxis im „Balthasar Neumann Ensemble“ unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, im „Orchestra of the Age of Enlightenment“ in London, im „il pomo d´oro“ Ensemble und im Orchester „Le Concert Olympique“ in Belgien. Neben ihrem Musikstudium hat Muriel einen Bachelor Abschluss in Geschichte und Kultur des Vorderen Orients – Iranistik der FU Berlin und einen Master Abschluss in Religion und Kultur der HU Berlin. 328 SaitenRausch – ursprünglich haben sich aus dem Weiler Rausch zwei Familien für den Kapellentag zusammengetan. Es fing alles mit der Freude am Zusammenspiel im Wohnzimmer an. Mittlerweile musizieren mehr befreundete Musikbegeisterte mit. Neben bayerischen Stücken wird auch Volksmusik aus unterschiedlichen Landstrichen und Ländern gespielt. 369 Alexandra Scott hat seit 2020 eine künstlerische Professur im Fach Kontrabass an der HMTM inne. Seit 2012 lehrte sie bereits als Professorin für Kontrabass an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Neben der akademischen Lehrtätigkeit gibt sie ihre Erfahrungen regelmäßig als Dozentin des European Union Youth Orchestra, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem National Youth Orchestra of Great Britain an junge Musiker*innen weiter. Meisterkurse führten Sie außerdem unter anderem an die Royal Academy of Music in London sowie an die Universitäten in Rio de Janeiro und Sao Paolo. Sie war Jurymitglied beim Deutschen Musikwettbewerb, beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert und beim Kontrabasswettbewerb der Royal Academy of Music in London. Die gebürtige Engländerin begann ihre musikalische Ausbildung an der Yehudi Menuhin School bei Caroline Emery und war langjährige Schülerin von Chi-chi Nwanaku. Später studierte sie bei Duncan McTier, Graham Mitchell und Rinat Ibragimov. Weitere Impulse erhielt Alexandra Scott als Stipendiatin der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker von Klaus Stoll, Janne Saksala und Esko Laine. Anschließend engagierte sie die NDR-Radiophilharmonie in Hannover als Solo-Kontrabassistin. Von 2007 bis 2020 war sie Vorspielerin der Kontrabassgruppe des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. 325 Im Laufe ihrer Karriere hat Alexandra Troussova mit Dirigenten wie Lorin Maazel, Sir Neville Marriner, Gerd Albrecht, Antoni Wit, Josef Suk, Volker Schmidt-Gertenbach, Walter Weller, Wolfgang Gönnenwein, Kaspar Zehnder und Michel Tilkin zusammengearbeitet.
Mit großem Erfolg tritt die Pianistin in Konzertsälen wie dem Konzerthaus Berlin, Prinzregententheater München, Kurhaus Wiesbaden, Concertgebouw Amsterdam, Théâtre du Châtelet, Théâtre des Champs Elysées, und Auditorium du Louvre Paris, Opéra de Lyon, Tonhalle Zürich, Gulbenkian Foundation Lissabon, Oper von Monte Carlo, Königlichen Konservatorium Brüssel und Auditorio Nacional de Musica Madrid auf. Sie gastiert regelmäßig bei renommierten Musikfestivals wie dem Verbier Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, Festival Carinthischer Sommer, Saint-Denis Festival, Festival La Folle Journée, Festival de musique de Sully, Festival Piano aux Jacobins, Festival Piano à Auxerre, Festival Saint-Riquier, Festival Septembre Musical, Florilegio Musical Salmantino, Al Bustan Festival, Festival de Lanaudière, Ludwigsburger Schlossfestspielen und Klavierfestival Ruhr. In Ergänzung zu ihrer solistischen Karriere feiert sie große Erfolge mit ihrem Bruder, dem Geiger Kirill Troussov. Ihre gemeinsamen Aufnahmen – unter anderem bei EMI Classics – erhielten zahlreiche Auszeichnungen durch die internationale Presse. Ihre kammermusikalische Tätigkeit führt sie mit Musikern wie Frans Helmerson, Sarah Chang, Nils Mönkemeyer, Alexander Knjasev, David Guerrier und anderen zusammen. Alexandra Troussovas CDs “ Memories“ (MDG) und „Emotions“ (MDG), aufgenommen mit ihrem Bruder Kirill Troussov als Partner, wurde von der internationalen Presse sehr gelobt – unter anderem von der Süddeutschen Zeitung und der französischen Fachzeitschrift „Diapason“. Alexandra Troussova studierte bei James Tocco, Dimitri Bashkirov, Vadim Suchanov und Alfredo Perl. Zahlreiche Fernseh- und Rundfunkaufnahmen, unter anderem beim Bayerischen Rundfunk, beim Norddeutschen Rundfunk, beim Hessischen Rundfunk, beim Belgischen Rundfunk und bei Radio France zeigen Alexandra Troussovas pianistische Vielseitigkeit. 377 Violine „…eines der stärksten Violintalente seiner Generation.“
Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht Schon in jungen Jahren von Sir Yehudi Menuhin gefördert, gehört Kirill Troussov heute zu den international gefragtesten Geigern seiner Generation. Die internationale Presse schreibt über sein Spiel: „beeindruckende Eleganz, nicht zu übertreffende Technik, außergewöhnliche Sensibilität und Klangfarben von göttlichen Schönheit“ Kirill Troussov ist in renommierten Konzertsälen und bei int. Musikfestivals der zahlreichen Metropolen weltweit zu Gast. Die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Vladimir Fedoseyev, Daniele Gatti, Lawrence Foster, Jiri Belohlàvek, Michail Jurowski, David Stern, Christoph Poppen, Vladimir Spivakov, Mikko Frank und Louis Langrée sowie mit den Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, Gewandhaus Orchester Leipzig, Orchestre de Paris, Orchestre National de Lyon, Orchestre National de France, Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden, Münchner Philharmonikern und Bamberger Symphonikern führt ihn unter anderem in die Tonhalle Zürich, Berliner Philhamonie, Concertgebouw Amsterdam, Palais des Beaux Arts Brüssel, Théâtre du Châtelet, Théâtre des Champs Elysées, De Doelen, NCPA in Beijing, Suntory Hall in Tokyo, Auditorio Nacional de Musica in Madrid, Verbier Festival, Schleswig-Holstein Festival und Menuhin Festival Gstaad.
Die Leidenschaft für Kammermusik und Freundschaft verbindet Kirill Troussov mit den Künstlern wie Sol Gabetta, Yuja Wang, Daniel Hope, Joshua Bell, Gautier und Renaud Capucon, Yuri Bashmet, Mischa Maisky, Elisabeth Leonskaja, Julian Rachlin, Christian Zacharias und Natalia Gutman. Das Einspringen für Gidon Kremer in Paris, die Asientournee mit dem Verbier Festival Chamber Orchestra, der spektakuläre Auftritt bei BBC Proms und seine Tätigkeit als Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben, u.a. bei dem Schönfeld International String Competition, dem Eugene Ysaye und dem Carl Flesch Wettbewerb sind nur einige Highlights seiner letzten Spielzeiten. Zu seinen internationalen Auszeichnungen gehören unter anderem der Europäische Kulturpreis, der Davidoff-Preis des Schleswig-Holstein Festivals, der internationale Yamaha Preis und der Reuters-Preis beim Verbier Festival.
Kirill Troussov gibt regelmäßig Meisterkurse an: Mozarteum Salzburg, The Colburn School Los Angeles, Beijing and Nanjing Central Conservatory, European Music Institute Vienna, Cremona, Mailand, Madrid, Dublin, Berlin, München, Oslo, Budapest, USA und Hong Kong.
Seit 2023 ist Kirill Troussov Artistic Director der Carl Flesch Akademie in Baden-Baden und seit 2021 Vorsitzender und künstlerischer Leiter vom Hong Kong International Young Musicians Competition. Kirill Troussovs CD-Aufnahmen – unter anderem bei EMI Classics, Warner Classics, Dabringhaus&Grimm, Naxos und Farao Classics – wurden mehrfach international ausgezeichnet. Außerdem ist er mit Yuja Wang auf ihrer DVD mit Kurt Masur zu sehen.
Seit 2023 veröffentlicht das Label „Orchid Classics“ auf allen gängigen Streaming-Plattformen die Reihe „Kirill Troussov Live“, in deren Rahmen über 40 Liveauftritten erscheinen werden. Er absolvierte seine Studien bei Zakhar Bron und Christoph Poppen. Zu seinen Mentoren zählen Igor Oistrach, Herman Krebbers und Sir Yehudi Menuhin. Kirill Troussov spielt die Antonio Stradivari „The Brodsky“ von 1702, mit der Adolph Brodsky am 4. Dezember 1881 Peter Tschaikowskis Violinkonzert uraufführte. 327 Rudolf Wastl-Mayrhofer und Irmgard Mayrhofer widmen sich der Gitarrenmusik in Verbindung mit Literatur und Philosophie. Wastl-Mayrhofer ist seit seiner Kindheit von der Gitarre fasziniert, in der Jugend vor allem von der E-Gitarre, später dann verstärkt von der klassischen Gitarre. Sein Repertoire umfasst Stücke der europäischen und lateinamerikanischen Gitarrenmusik von der Renaissance bis in die Neuzeit. Es folgten Meisterkurse an den Hochschulen für Musik in München und Wien. Von Beginn 2015 an ist er Projektleiter des Kapellentags und konzertiert dabei auch selbst. Seine Frau Irmgard, Philologin und Akademische Philosophische Praktikerin, begeistert sich für die Kultur in allen Facetten. Als Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin ist sie weit gereist, als Philosophin widmet sie sich den existenziellen Fragen des Lebens. Ihr Konzertmotto diesmal: „Zauber und Wehmut“ mit einem schwungvollen Crossover-Programm, das sich musikalisch und philosophisch Emotionen in klassischer Gitarren- und Filmmusik widmet. 331 Matthias Well, 1993 in München als Sohn des bayrischen Kabarett-Musikers
Michael Well (Biermösl Blosn) geboren, begann seine musikalische
Ausbildung an der Violine im Alter von fünf Jahren.
Er hat seine musikalische Ausbildung bei Mi-Kyung Lee in München absolviert. Zudem wurde seine künstlerische Entwicklung maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem Geigenvirtuosen Kirill Troussov geprägt. Bereits früh erlangte Matthias internationale Anerkennung für seine
Interpretationen zeitgenössischer Werke und erhielt unter anderem den
Sonderpreis des Kulturkreises Gasteig sowie den „Fanny Mendelssohn
Förderpreis“ unter der Patenschaft von Julia Fischer. Sein Debüt-Album
„Funeralissimo“ erregte große Aufmerksamkeit in den deutschen Medien,
gefolgt von weiteren Alben wie „Jazzissimo“ und „Zingarissimo“, die die
faszinierende Verbindung zwischen Klassik, Volksmusik und anderen Stilen
thematisieren. Mit einer Leidenschaft für die Erforschung von Volksmusik weltweit
präsentiert Matthias seine Entdeckungen in der YouTube-Serie „Well
Travelled“. In seiner Konzertkarriere hat er als gefeierter Solist mit
renommierten Orchestern und Künstler:innen wie Igor Levit und Helge
Schneider zusammengearbeitet und trat mit Mitgliedern der Münchner
Philharmoniker, dem Vienna International Orchestra sowie dem
Internationalen Sinfonieorchester Taurida aus Sankt Petersburg auf.
Meisterkurse bei Größen wie James Ehnes, Dimitry Sitkoetsky, Augustin
Hadelich und Zakhar Bron erweiterten sein künstlerisches Spektrum. Seine einzigartigen Interpretationen sind regelmäßig auf internationalen
Festivals zu hören, darunter die Festspiele in Mecklenburg-Vorpommern, das
Schleswig-Holstein Musikfestival, Young Euro Classic in Berlin und das
internationale Festival von Marvao. Viele dieser Festivals besucht er mit
seinem Trio Wellcaru. Zu seinen künstlerischen Höhepunkten zählen auch
die regelmäßigen Auftritte in der Elbphilharmonie seit deren Eröffnung. Seit
2023 leitet Matthias Well zudem das ehemalige Salonorchester des
Bayerischen Rundfunks, wo er seine Leidenschaft für die Volksmusik mit
innovativen Projekten verbindet.
