3. ARTIST IN RESIDENCE - ALEXANDER ESTIS

Freiheit, Toleranz, Wahrheit. Das sind wieder die Schlüsselworte für den „Artist & Journalist in Residence“, den die Missionsbenediktiner von St. Ottilien zwei Wochen bei sich aufnehmen. In diesem Jahr fiel die Wahl des Kuratoriums von Kultur am Ammersee e.V. als Ausrichter der LIBERATION CONCERT-Reihe St. Ottilien, auf den jüdischen Schriftsteller und Kolumnisten Alexander Estis. Der Kurt Tucholsky-Preisträger wird sich im Juni während der AMMERSEErenade den drei großen Themen unserer Zeit widmen und dazu während eines kreativen Arbeitsaufenthalts im Kloster ein Essay schreiben.

Vor dem Hintergrund der jüdischen Geschichte in St. Ottilien und des Befreiungskonzertes vom 27. Mai 1945 setzt sich seit 2021 alle zwei Jahre ein Künstler oder eine Künstlerin in ihrer jeweiligen Kunstform mit diesen, heute besonders relavanten Themen auseinander. Nach Komposition und Film/Photographie geht es bei der Residenz in diesem Jahr um Lyrik und Wort

Alexander Estis ist Mitglied der Autorinnen und Autoren der Schweiz und des deutschen Exil-P.E.N. Er wurde mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, unter anderem mit dem Banater Rolf Bossert Gedächtnispreis (2020), dem Schweizer Lydia-Eymann-Stipendium (2020–2021) und dem Kurt-Tucholsky-Preis (2023). 2023 war er Stadtschreiber in Dortmund, 2025 in Dresden. Regelmäßig schreibt er Essays und Kolumnen für führende deutsche Medien wie Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine (FAZ), die Süddeutsche Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung. Der mit zahlreichen Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnete Schriftsteller wurde 1986 in Moskau in einer jüdischen Familie geboren und lebt heute in der Schweiz. 

Alexander Estis wird dem Publikum sein Arbeitsergebnis im Rahmen seiner Lesung am 17. Juni im Studio 11 (Kleine Klostergalerie) vorstellen.

Alexander Estis © Magnus Terhorst #1
Dresden, 2025-06-06
Foto: SZ/ Veit Hengst

Alexander Estis, 38, in Moskau geboren, Kontingentflüchtling, lebt in der Schweiz, schreibt Satiren
Alexander Estis © Magnus Terhorst #5

Barrierefreiheit